Debüt im Sturmzentrum bringt Sahin zusätzliche Wucht
Borussia Dortmund eröffnet am Freitag 11. September 2026 um 20:30 Uhr den 3. Spieltag der Fußball-Bundesliga mit einem richtungsweisenden Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim.
Vor über 81.365 Zuschauern im ausverkauften Signal Iduna Park steht der neue BVB-Cheftrainer Nuri Sahin vor einer taktisch anspruchsvollen Aufgabe. Die Schwarz-Gelben starteten mit 4 Punkten aus 2 Partien in die Spielzeit, siegten zum Auftakt mit 2:0 gegen Eintracht Frankfurt durch einen Doppelpack von Jamie Gittens, kamen danach jedoch bei Werder Bremen trotz 68 Prozent Ballbesitz nicht über ein torloses 0:0 hinaus.
Im Mittelpunkt des medialen Interesses steht Mittelstürmer Serhou Guirassy, der im Sommer für 18 Millionen Euro vom VfB Stuttgart nach Dortmund wechselte.
Der 30-jährige Nationalspieler Guineas hat seine Knieverletzung vollständig auskuriert und absolvierte in den vergangenen zwei Wochen das gesamte Mannschaftstraining. Nach 28 Toren in der abgelaufenen Bundesligasaison soll Guirassy dem Dortmunder Angriff die fehlende Durchschlagskraft im gegnerischen Strafraum verleihen, wo Maximilian Beier und Sebastien Haller zuletzt wenig Torgefahr ausstrahlten.
Sahin äußerte sich am Donnerstag auf dem Podium in Brackel optimistisch: "Serhou brennt auf seinen ersten Einsatz im Westfalenstadion und hat im Training bewiesen, wie wichtig seine körperliche Präsenz für unsere Ballbehauptung ist. Wir werden ihn dosiert einsetzen, aber er gibt unserem Offensivspiel eine völlig neue Dimension".
Heidenheims Konterstärke verlangt Wachsamkeit im Westfalenstadion
Die Gäste von der Ostalb reisen als überraschender Tabellenführer nach Westfalen. Die Mannschaft von Kult-Trainer Frank Schmidt triumphierte in den ersten zwei Ligaspielen mit 2:0 gegen den FC St. Pauli und feierte vor der Länderspielpause ein furioses 4:0 gegen den FC Augsburg.
Saisonübergreifend hat Heidenheim inklusive der Play-offs zur UEFA Conference League alle 5 Pflichtspiele des neuen Spieljahres für sich entschieden und dabei beeindruckende 15 Tore erzielt bei nur 3 Gegentreffern.
Dortmund muss sich auf blitzschnelle Umschaltmomente der Gäste einstellen, die über Rechtsaußen Leo Scienza und Mittelstürmer Marvin Pieringer enorme Torgefahr entwickeln. Wie das Fachmagazin Kicker berichtet, verzeichnet Heidenheim mit durchschnittlich 119.8 gelaufenen Kilometern pro Partie den höchsten Laufwert aller Bundesligisten in der laufenden Saison.
Nach dem Platzverweis von Innenverteidiger Nico Schlotterbeck in Bremen muss Sahin seine Abwehrreihe umbauen: Neuzugang Waldemar Anton wird gemeinsam mit Niklas Süle das Abwehrzentrum vor Torhüter Gregor Kobel absichern. Pascal Groß und Emre Can bilden die Mittelfeldachse, um Tempogegenstöße frühzeitig im Keim zu ersticken.
Generalprobe vor dem Champions-League-Auftakt in Brügge
Laut einer Marktwert-Übersicht von Transfermarkt stellt Heidenheim mit einem Kaderwert von rund 62 Millionen Euro einen der wirtschaftlich bescheidensten Bundesligisten, kompensiert dies jedoch mit herausragender taktischer Disziplin.
Im Vorjahr lieferte Heidenheim den Dortmundern im Signal Iduna Park einen dramatischen Fight und erkämpfte nach einem 0:2-Rückstand durch Tore von Eren Dinkci und Tim Kleindienst noch ein sensationelles 2:2-Remis.
Sender Sky Sport berichtete vor dem Anpfiff, dass Julian Brandt die Kapitänsbinde in Abwesenheit von Can tragen könnte, sollte Sahin den Mittelfeldroutinier zunächst schonen. Die Dortmunder Fans fordern eine überzeugende Offensivleistung, um mit breiter Brust in die anstehenden englischen Wochen zu gehen.
Mit Blick auf den Champions-League-Auftakt beim Club Brügge am kommenden Mittwoch 16. September fordert die BVB-Vereinsführung einen souveränen Heimsieg, um Heidenheim von der Tabellenspitze zu verdrängen und sich im oberen Tabellendrittel festzusetzen.
Sahin setzt dabei auf die lautstarke Unterstützung der legendären Südtribüne, die der neu formierten Dortmunder Elf den nötigen Schwung verleihen soll, um Heidenheims kompakten Abwehrriegel mit schnellem Kombinationsspiel und präzisen Pässen in die Tiefe zu knacken.



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