Elfer-Drama von Foxborough: Deutschland scheitert im Sechzehntelfinale an Paraguay
Das nächste WM-Debakel trägt eine bittere Handschrift. Deutschland verlor im Sechzehntelfinale der WM 2026 gegen Paraguay im Elfmeterschießen, wie die Sportschau berichtete. Nach 120 Minuten stand es 1:1, vom Punkt behielt der Außenseiter dann die Nerven. Für die Elf von Julian Nagelsmann endete das Turnier damit früher als erhofft, im Stadion von Foxborough bei Boston.
Der Spielverlauf
Paraguay ging in Führung. Julio Enciso brachte den Außenseiter noch vor der Pause in Front, laut Sportschau in der 42. Minute. Der Rückstand zur Halbzeit passte zu einer ersten Hälfte, in der die deutsche Elf viel Ballbesitz, aber wenig Durchschlagskraft hatte. Nach dem Seitenwechsel schlug die Mannschaft dann zurück: Kai Havertz glich in der 54. Minute aus. Zu wenig zielstrebig agierte die Offensive der DFB-Elf über weite Strecken, um die Partie vor dem Elfmeterschießen zu entscheiden. So schleppte sich ein zähes Spiel in die Verlängerung, in der lange die zündende Idee fehlte.
Der VAR-Moment
Die Partie hatte ihren strittigen Wendepunkt. In der Verlängerung, in der 103. Minute, brachte Jonathan Tah den Ball im Tor unter, doch der Treffer zählte nicht, wie die Sportschau schilderte. Schiedsrichter Jalal Jayed erkannte das Tor nach Ansicht der Videobilder nicht an und entschied auf ein Foul von Waldemar Anton an Torhüter Orlando Gill. Eine Szene, über die sich streiten ließ, und die aus deutscher Sicht teuer wurde.
Das Elfmeterschießen
Vom Punkt fehlte am Ende die Kaltschnäuzigkeit. Havertz und Nick Woltemade scheiterten mit ihren Versuchen, wie Sportschau und Eurosport übereinstimmend berichteten. Paraguays Schlussmann Orlando Gill wurde zur Figur des Abends, der Keeper hielt die Seinen im Duell mit den deutschen Schützen im Spiel. Der Außenseiter verwandelte seine entscheidenden Strafstöße und zog ins Achtelfinale ein. Havertz, ausgerechnet der Torschütze zum 1:1, wurde so zur tragischen Figur. In einem Elfmeterschießen entscheiden oft Nuancen, und diesmal fielen sie allesamt gegen die DFB-Elf.
Stimmen und Einordnung
Havertz fand nach dem Abpfiff kaum Worte. Es sei bereits seine zweite WM gewesen, bei der die Mannschaft gescheitert sei, sagte er laut Sportschau sinngemäß. Die Enttäuschung war greifbar. Für den DFB reiht sich das Aus in eine ernüchternde Serie ein: Nach den Vorrunden-Pleiten 2018 und 2022 endete auch das dritte Turnier in Folge früh und unter den eigenen Ansprüchen, so die Einordnung der Sportschau.
Die Konsequenzen folgten prompt. Wenige Tage nach dem Spiel trennte sich der Verband von Nagelsmann, dessen bis 2028 datierter Vertrag einvernehmlich aufgelöst wurde.
Was bleibt
Ein 1:1, ein aberkannter Treffer, zwei vergebene Elfmeter: Die Bausteine dieses Abends fügen sich zu einem bitteren Ganzen. Für einen viermaligen Weltmeister sind Auftritte wie dieser schwer zu ertragen, zumal die Ansprüche vor dem Turnier deutlich höher lagen. Während Paraguay weiterträumen darf, beginnt für Deutschland die Aufarbeitung eines Turniers, das viel zu früh vorbei war. Die WM läuft ohne die DFB-Elf weiter und steuert auf das Finale am 19. Juli zu.



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