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Spanien gegen Belgien: Wenn das Bollwerk auf die Comeback-Könige trifft

Am Freitag steigt im SoFi Stadium das Viertelfinale Spanien gegen Belgien: die beste Abwehr des Turniers gegen eine Mannschaft, die bereits zwei spektakuläre Aufholjagden gefeiert hat.

Am Freitag treffen im SoFi Stadium von Los Angeles zwei Mannschaften aufeinander, die unterschiedlicher kaum ins Viertelfinale gekommen sein könnten. Spanien mauerte sich mit Geduld und Disziplin nach vorn, Belgien mit Wucht und Nervenstärke. Es ist das Duell zweier Fußball-Philosophien.

Die Furia Roja stellt die mit Abstand beste Defensive dieser WM. Fünf Spiele, fünf Mal die Null gehalten, zuletzt das 1:0 gegen Portugal, das erst ein später Kopfball von Joker Mikel Merino entschied. Wer gegen diese Spanier ein Tor erzielen will, muss Geduld, Präzision und einen langen Atem mitbringen. Bisher hat es niemand geschafft.

Belgien dagegen liefert die Dramen. Im Sechzehntelfinale lagen die Roten Teufel gegen Senegal schon 0:2 hinten, drehten die Partie aber noch und gewannen nach Verlängerung mit 3:2. Im Achtelfinale folgte die Machtdemonstration: ein 4:1 gegen Gastgeber USA, bei dem Charles De Ketelaere schon in der ersten Halbzeit doppelt traf. Diese belgische Elf kann jederzeit explodieren, und in De Ketelaere hat sie einen Mann in bestechender Form.

Die Buchmacher sehen einen klaren Favoriten. Für einen spanischen Sieg liegt die Quote bei rund 1,61, ein belgischer Erfolg wird mit etwa 5,25 gehandelt, das Unentschieden mit rund 4,00. Die Zahlen spiegeln, was das Turnier bislang gezeigt hat: Auf Spaniens Abwehr ist Verlass, während Belgien erst in Fahrt kommen muss.

Und die Prognose? Hier der Tipp von SportsDelulu, ausdrücklich als Einschätzung und nicht als Gewissheit zu verstehen: Am Ende setzt sich Spanien knapp durch, ein 1:0 oder 2:1 erscheint uns am wahrscheinlichsten. Die Kontrolle im Zentrum und die Sicherheit in der Abwehr sprechen für die Iberer, die auch aus einem einzigen Standard oder Konter das Spiel entscheiden können, so wie gegen Portugal.

Ein Selbstläufer wird es trotzdem nicht. Wenn De Ketelaere seinen Lauf fortsetzt und Belgien früh trifft, könnte die spanische Geduld zur Nervenprobe werden. Die Roten Teufel haben in diesem Sommer bewiesen, dass sie auch aus dem Nichts zurückkommen. Genau darin liegt die Gefahr für ein Spanien, das bisher alles im Griff hatte.

Anpfiff ist am Freitag. Bollwerk gegen Comeback-Könige, Kontrolle gegen Wucht. Es verspricht ein großes Viertelfinale zu werden.

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