Es ist das nächste dunkle Kapitel in der jüngeren Turniergeschichte der deutschen Nationalmannschaft: Im Sechzehntelfinale der WM 2026 hat Deutschland gegen Außenseiter Paraguay mit 1:1 nach 120 Minuten gespielt und anschließend das Elfmeterschießen mit 4:5 verloren, wie sportschau.de in ihrem Spielbericht festhielt. Was nach der Vorrunde noch nach einer soliden Ausgangslage aussah, endete in Foxborough in genau jenem Szenario, das die DFB-Elf am meisten fürchten musste: einem K.-o.-Drama vom Punkt, das sie diesmal nicht für sich entschied.
Der Spielverlauf: Enciso trifft, Havertz gleicht aus
Der Abend nahm seinen Lauf, als Julio Enciso Paraguay in der 42. Minute in Führung brachte. Bis dahin hatte sich das Spiel offen gestaltet, doch der Führungstreffer des Außenseiters sorgte für die erste echte Zäsur der Partie. Deutschland reagierte, wenn auch spät: Erst in der 54. Minute glich Kai Havertz zum 1:1 aus, wie es im Spielbericht von sportschau.de heißt. Diese zwölf Minuten zwischen Rückstand und Ausgleich prägten den Charakter der Begegnung, denn sie zeigten, dass Deutschland zwar reagieren konnte, aber selten die Initiative wirklich an sich riss.
Nach dem Ausgleich blieb es beim 1:1, auch über die reguläre Spielzeit hinaus. Weder in den verbleibenden Minuten der zweiten Halbzeit noch in der Verlängerung fiel ein weiteres Tor. Am Ende von 120 Minuten stand es unverändert 1:1, und die Entscheidung musste, wie so oft bei knappen K.-o.-Spielen, vom Elfmeterpunkt fallen.
Von Ambitionen zum Alptraum
Für ein Team, das mit dem Anspruch angereist war, in dieser K.-o.-Runde ein Ausrufezeichen zu setzen, war schon das Erreichen des Elfmeterschießens gegen einen Außenseiter wie Paraguay ein Warnsignal. Auf dem Papier zählte Paraguay zu den Teams, die im Turnier eher als Überraschungsgast denn als Favorit galten. Dass die Partie über 120 Minuten offen blieb und am Ende an der Tagesform vom Punkt entschieden wurde, verdeutlicht, wie knapp die Marge zwischen einem geordneten Weiterkommen und einem historischen Ausscheiden tatsächlich war.
Genau darin liegt die Tragik dieses Abends. Eine Mannschaft, die sich in den Wochen zuvor Hoffnungen auf einen ruhigeren Weg durch die K.-o.-Phase gemacht hatte, stand plötzlich an jenem Punkt, an dem Nerven und Zufall über sportliche Klasse entscheiden. Das Elfmeterschießen kennt keine Rücksicht auf Erwartungen, und an diesem Abend in Foxborough bestrafte es die deutsche Mannschaft gnadenlos.
Das Elfmeterschießen: Drei Fehlschüsse mit Gewicht
Im Zentrum des deutschen Aus steht das Elfmeterschießen selbst. Wie DFB.de berichtete, verschossen gleich drei deutsche Schützen ihren Versuch: Kai Havertz, Nick Woltemade und Jonathan Tah trafen den Ball nicht ins Ziel. Auf der anderen Seite verwandelten Kimmich und Musiala sicher. Drei Fehlschüsse bei einer so überschaubaren Anzahl von Schützen wiegen schwer, und sie erklären, warum Paraguay am Ende mit 5:4 die Oberhand behielt, wie sportschau.de vermeldete.
Ein Elfmeterschießen ist immer auch ein Test der Nerven, und an diesem Abend hielt die deutsche Mannschaft diesem Test nicht stand. Dass ausgerechnet drei Schützen scheiterten, während zwei ihre Aufgabe souverän lösten, zeigt, wie unberechenbar dieses Format sein kann. Ein einziger verwandelter Elfmeter mehr, und die Geschichte dieses Abends hätte anders geendet.
Havertz, die tragische Figur
Kaum ein Name steht so sehr für diesen Abend wie der von Kai Havertz. Er hatte Deutschland in der 54. Minute mit seinem Treffer zurück ins Spiel gebracht und schien damit zum Matchwinner werden zu können. Stattdessen gehörte er im Elfmeterschießen zu den drei Schützen, die scheiterten. Eurosport.de beschrieb ihn deshalb treffend als die tragische Figur der Partie, ein Spieler, der zwischen Hoffnungsträger und Sinnbild des Scheiterns changierte, je nachdem, an welcher Stelle der Partie man ansetzt.
Diese Doppelrolle macht Havertz zur zentralen Figur, wenn über diesen Abend gesprochen wird. Sein Ausgleichstreffer bewahrte Deutschland zunächst vor einer frühen Niederlage in der regulären Spielzeit, sein verschossener Elfmeter trug am Ende jedoch mit dazu bei, dass die Mannschaft das Turnier verlassen musste. Kaum ein anderer Moment fasst die Wechselhaftigkeit dieses Spiels so gut zusammen wie sein persönlicher Bogen von Held zu Verlierer innerhalb weniger Stunden.
Ein Debakel mit historischem Gewicht
Dass ausgerechnet Paraguay, ein Team, das im Turnier eher als Außenseiter geführt wurde, Deutschland aus dem Wettbewerb wirft, verleiht diesem Ausscheiden eine besondere Note. Eurosport.de hielt unmissverständlich fest, dass Deutschland im Elfmeterschießen an Paraguay scheiterte. Ein solches Aus geht über eine gewöhnliche K.-o.-Niederlage hinaus. Für eine Fußballnation, die im internationalen Vergleich traditionell mit großen Turniererfolgen verbunden wird, wiegt ein solches Ausscheiden im Sechzehntelfinale besonders schwer.
Die Fragen, die aus diesem Abend erwachsen, werden die deutsche Fußballöffentlichkeit in den kommenden Tagen beschäftigen. Wie konnte aus einer Partie, die Deutschland durch den Ausgleich von Havertz noch selbst in der Hand hatte, am Ende ein so bitteres Aus werden? Und was bedeutet eine derartige Niederlage gegen einen krassen Außenseiter für das Selbstverständnis einer Mannschaft, die sich im Turnier eigentlich für mehr bereit gewähnt hatte?
Was von diesem Abend bleibt
Paraguay hat sich diesen Erfolg gegen alle Erwartungen redlich verdient und zieht in die nächste K.-o.-Runde ein. Für Deutschland dagegen beginnt jetzt die Aufarbeitung eines Abends, der sich in die Reihe schmerzhafter WM-Erinnerungen einordnet. Ein Unentschieden nach 120 intensiven Minuten, drei vergebene Elfmeter und ein Ergebnis, das am Ende nur 4:5 lautete: Die Marginalien dieses Spiels waren hauchdünn, die Konsequenz ist dennoch unumkehrbar.
Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass der Weg vom Ausgleichstor in der 54. Minute bis zum letzten verschossenen Elfmeter kürzer war, als es sich die deutsche Mannschaft und ihre Anhänger je hätten vorstellen wollen. Foxborough wird für die DFB-Elf nun als der Ort in Erinnerung bleiben, an dem ein weiteres WM-Debakel seinen traurigen Höhepunkt fand.
Quellen: sportschau.de, DFB.de, Eurosport.de

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