Grimaldo gegen Palacios: Leverkusen hat den Weltmeister schon vor dem Finale sicher

Grimaldo gegen Palacios: Leverkusen hat den Weltmeister schon vor dem Finale sicher

Egal, wer heute Abend im MetLife Stadium jubelt: Mit Alejandro Grimaldo bei Spanien und Exequiel Palacios bei Argentinien stellt Bayer Leverkusen im WM-Finale garantiert einen Weltmeister. Die Bundesliga insgesamt aber spielt im Endspurt nur eine Nebenrolle.

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Egal, wer heute Abend im MetLife Stadium die Trophäe in den Himmel von New Jersey stemmt: Ein Bundesliga-Profi wird Weltmeister 2026. Diese Rechnung steht schon fest, ehe der Ball im Endspiel überhaupt rollt.

Argentinien trifft auf Spanien, und in beiden Aufgeboten steht je ein Spieler von Bayer Leverkusen. Für die Spanier läuft Alejandro Grimaldo auf, für die Argentinier Exequiel Palacios. Einer der beiden wird am Sonntagabend jubeln, der andere trauern. Ein Weltmeister aus Leverkusen aber ist der Werkself sicher, wie Bundesliga.com vorrechnet.

Ein Leverkusener holt Gold

Kurioser könnte die Ausgangslage für einen Klub kaum sein. Zwei Profis desselben Vereins kämpfen im selben Finale um denselben Pokal, nur in verschiedenen Trikots. Linksverteidiger Grimaldo geht mit der Roja ins Rennen, Mittelfeldspieler Palacios mit der Albiceleste.

Grimaldo und Palacios kennen sich also bestens, teilen im Ligaalltag Kabine und Trainingsplatz. Am Sonntag stehen sie sich als Gegner gegenüber, mit einem Weltmeistertitel als Einsatz. Selten dürfte ein WM-Endspiel für einen einzelnen Bundesligisten so entspannt zu verfolgen sein.

Noch am Sonntagabend darf sich Leverkusen über einen Weltmeister im eigenen Kader freuen. Einen Titel, den die Werkself weder auf dem Platz noch am Verhandlungstisch erkämpfen musste.

Die Bundesliga nur in der Nebenrolle

So erfreulich diese Garantie für Leverkusen ist, das Gesamtbild fällt für die deutsche Liga ernüchternd aus. Unter den vier Halbfinalisten dieses Turniers standen laut Fussballnationalmannschaft.net gerade einmal sechs Profis bei Bundesliga-Klubs unter Vertrag.

Ganze sechs Profis in der heißen Phase eines Turniers, das ist eine dürftige Ausbeute, die in Deutschland für Diskussionen sorgen dürfte. RevierSport spricht von einer traurigen Bilanz für die Bundesliga in der entscheidenden Turnierphase.

Die Premier League dagegen prägt die Schlussphase der WM mit deutlichem Abstand. Wer in den K.-o.-Runden den Ton angibt, kassiert sein Gehalt derzeit vor allem in England. Für die Bundesliga ist das ein schwaches Zeugnis, gerade in einem Sommer, in dem sich die halbe Fußballwelt in Nordamerika versammelt.

Dass ausgerechnet Leverkusen den sicheren Weltmeister stellt und nicht der Rekordmeister aus München oder ein anderer Spitzenklub, passt ins Bild dieser mageren Ausbeute. Die deutschen Topvereine schicken zwar Nationalspieler in alle Welt, im Kreis der letzten vier Nationen aber blieb ihre Zahl überschaubar.

Auch im kleinen Finale mit dabei

Bundesliga-Namen finden sich nicht nur im Finale. Im Spiel um Platz 3 zwischen Frankreich und England an diesem Wochenende standen gleich mehrere bekannte Gesichter in den Aufgeboten. Für England gehörten Torjäger Harry Kane vom FC Bayern München und Innenverteidiger Jarell Quansah von Bayer Leverkusen dazu, auf der Gegenseite Flügelstürmer Michael Olise, ebenfalls aus München, wie Bundesliga.com auflistet.

Um den ganz großen Wurf ging es in Miami allerdings nicht mehr. Beide Teams hatten ihre Halbfinals verloren und spielten am Hard Rock Stadium nur noch um die Bronzemedaille, ein Trostpreis, den am Ende doch niemand freiwillig liegen lässt.

Worum es heute geht

Der Blick der Fußballwelt richtet sich nun auf East Rutherford. Um 15 Uhr Ortszeit, 21 Uhr nach deutscher Zeit, wird das Finale angepfiffen, im Rampenlicht Lionel Messi auf der einen und der erst 19 Jahre alte Lamine Yamal auf der anderen Seite.

Für Neutrale ist es das Duell der Generationen, für Leverkusen schlicht ein Heimspiel-Gefühl aus der Ferne: Zwei eigene Leute, ein Titel.

Für die Bundesliga aber ist die wichtigste Personalie längst entschieden. Ob am Ende Grimaldo mit Spanien oder Palacios mit Argentinien den Pokal küsst: Einer kehrt als Weltmeister an den Rhein zurück, und Leverkusen darf schon vor dem Anpfiff feiern.

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