Klopp und der DFB: Einig in den Eckpunkten, Unterschrift steht noch aus

Klopp und der DFB: Einig in den Eckpunkten, Unterschrift steht noch aus

Jürgen Klopp und der DFB haben sich laut Berichten auf die Eckpunkte eines Vertrags verständigt. Fix ist die Nachfolge von Julian Nagelsmann aber noch nicht: Es fehlen die Unterschrift und die Freigabe von Red Bull.

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Es ist noch keine Unterschrift, aber deutlich mehr als ein Gerücht. Jürgen Klopp und der Deutsche Fußball-Bund stehen laut übereinstimmenden Berichten kurz vor einer Einigung, die Klopp zum neuen Bundestrainer machen würde. Vollzogen ist der Wechsel aber noch nicht.

Der DFB bestätigte die Gespräche selbst. Man habe sich auf die Eckpunkte eines möglichen Vertrags verständigt, die Gespräche würden in der kommenden Woche fortgesetzt, teilte der Verband laut Bundesliga.com mit. Von einer fixen Verpflichtung ist damit ausdrücklich keine Rede.

Zwischen Zusage und Unterschrift

Klopp selbst dämpfte und bestätigte zugleich. Die Verhandlungen liefen "in die richtige Richtung", sagte er laut beIN Sports, die Details wolle er "in den nächsten Tagen" klären. "Ja, ich kann die Gespräche bestätigen. Die Dinge haben sich recht schnell entwickelt", so Klopp laut Goal.

Der Zeitdruck spielt dabei mit. Bis zum nächsten Länderspiel bleibt wenig Luft, weshalb beide Seiten auf eine schnelle Lösung drängen. Klopp galt in den Berichten der vergangenen Wochen ohnehin als Topkandidat für den Posten.

Auch Transferjournalist Fabrizio Romano, sonst schnell mit dem Etikett "here we go" bei der Hand, meldete die grundsätzliche Zusage. Offen seien aber weiterhin die Modalitäten von Klopps Ausstieg bei Red Bull, so Goal. Ein unterschriebener Vertrag liegt nach aktuellem Stand also nicht vor. Wer die Personalie schon als abgeschlossen verkauft, greift vor.

Ein klares Datum nannte keine Seite. Der DFB sprach von Gesprächen in der kommenden Woche, Klopp von einer Lösung in den nächsten Tagen. Genau dieses Zeitfenster macht die Personalie zu einer, die sich täglich ändern kann.

Die Hürde heißt Red Bull

Der Knackpunkt liegt beim aktuellen Arbeitgeber. Klopp arbeitet seit Anfang 2025 als Head of Global Soccer bei Red Bull, also als oberster Fußballstratege des Konzerns. Diesen Posten müsste er für die Nationalmannschaft räumen. Die Doppelrolle Verband und Konzern schließt sich aus.

Ein großes Problem sieht er darin nicht. Es gebe "kein echtes Hindernis", betonte Klopp laut beIN Sports. Über die Konditionen seines Abgangs will er mit Red-Bull-Sportchef Oliver Mintzlaff sprechen. "Ich gehe davon aus, dass er sich mir nicht in den Weg stellt", sagte Klopp laut Goal.

Genau daran entscheidet sich das Tempo. Kommt die Freigabe rasch, könnte der Wechsel in den nächsten Tagen vollzogen sein. Zieht sich die Sache, verschiebt sich alles nach hinten. Solange die Freigabe fehlt, bleibt die Rückkehr auf die Bank ein Vorhaben, kein Vollzug.

Der Auftrag nach dem Paraguay-Aus

Frei wurde der Posten durch ein frühes Scheitern. Julian Nagelsmann trat nach dem WM-Aus zurück, die DFB-Elf war im Sechzehntelfinale, der Runde der letzten 32, an Paraguay gescheitert. Im Elfmeterschießen zog Deutschland den Kürzeren. Es war die erste Niederlage einer deutschen Mannschaft in einem WM-Elfmeterschießen überhaupt, wie mehrere Medien berichteten. Das Aus in der Runde der letzten 32 kam für den mehrmaligen Weltmeister überraschend früh.

Für Klopp wäre es die Rückkehr auf eine Trainerbank, die er seit seinem Abschied vom FC Liverpool nicht mehr besetzt hat. Als Nationaltrainer stünde er zum ersten Mal an der Seitenlinie. Seine bisherigen Stationen, Mainz 05, Borussia Dortmund und der FC Liverpool, waren allesamt Vereine. Der Sprung zum DFB wäre also nicht nur eine Rückkehr, sondern auch Neuland.

Zunächst aber muss weiterverhandelt werden. Der DFB kündigte an, in der kommenden Woche wieder am Tisch zu sitzen. Erst dann, und erst mit dem grünen Licht von Red Bull, wird aus der Personalie Klopp mehr als eine Absichtserklärung. Bis dahin gilt: alles deutet auf Klopp hin, entschieden ist noch nichts.

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