Bester junger Spieler der WM: Cubarsi sticht Yamal aus

Bester junger Spieler der WM: Cubarsi sticht Yamal aus

Der 19-jährige Innenverteidiger Pau Cubarsi wird zum besten jungen Spieler der WM 2026 gewählt und lässt dabei ausgerechnet seinen Teamkollegen Lamine Yamal hinter sich. Es ist Teil eines spanischen Dreifacherfolgs bei den Einzelpreisen.

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Ein Verteidiger, kein Stürmer

Pau Cubarsi ist der beste Nachwuchsspieler der Weltmeisterschaft 2026. Der 19 Jahre alte Innenverteidiger des FC Barcelona setzte sich bei der Wahl gegen seinen Teamkollegen Lamine Yamal durch, wie ESPN berichtete. Beide Spanier sind 19. Beide gehören zum jungen Kern des neuen Weltmeisters. Am Ende ging der Preis an den Verteidiger, nicht an den Offensivstar.

Ungewöhnlich ist das durchaus. Die Auszeichnung für den besten jungen Spieler fällt meist auf einen Stürmer oder einen kreativen Mittelfeldmann, auf die Torschützen und Vorbereiter eines Turniers. Cubarsi drehte diese Logik um. Er überzeugte nicht mit Treffern, sondern mit Stellungsspiel, Ruhe am Ball und einer Abwehrarbeit, die selten auffiel und gerade deshalb so wertvoll war. Dass eine Weltmeister-Elf in der Innenverteidigung auf einen 19-Jährigen baut, kommt selten vor.

Spanien räumt bei den Einzelpreisen ab

Der Preis für Cubarsi war Teil eines spanischen Dreifacherfolgs bei den Einzelauszeichnungen. Rodri wurde als bester Spieler mit dem Goldenen Ball geehrt. Unai Simon erhielt als bester Torhüter den Goldenen Handschuh. Cubarsi vervollständigte das Trio als bester junger Spieler.

Rodri, Simon, Cubarsi: Erfahrung und Jugend in einer Achse. Der Mittelfeldmann und der Torhüter stehen für die etablierte Klasse dieser Elf, der Innenverteidiger für ihre Zukunft.

Diese Sammlung erzählt viel darüber, wie Spanien Weltmeister wurde. Nicht ein einzelner Torjäger trug die Mannschaft, sondern Kontrolle, Struktur und eine Defensive, an der die Gegner reihenweise scheiterten. Bester Spieler, bester Torhüter, bester Nachwuchsspieler: Alle drei Preise gingen an Namen, die für Ballbesitz und Stabilität stehen, nicht für spektakuläre Abschlüsse.

Dass ausgerechnet Yamal leer ausging, ist die kleine Pointe dieser Wahl. Der 19-Jährige gilt vielen als Gesicht dieser Generation. Doch bei der Kür des besten Nachwuchsspielers hatte sein eigener Mannschaftskollege die Nase vorn. Am Ende zählte in dieser Wertung nicht die Schlagzeile, sondern die konstante Leistung über das gesamte Turnier.

Die Abwehr als Fundament

Cubarsis Auszeichnung passt zu Spaniens Weg durch das Turnier. Die Auswahl kassierte über die gesamte WM nur selten Gegentore. Schon auf dem Weg ins Endspiel hatte die spanische Abwehr kaum Lücken gezeigt. Im Finale gegen Argentinien gewann Spanien mit 1:0, und der Gegner brachte dabei keinen einzigen Schuss aufs spanische Tor. Ein Endspiel ohne Torschuss der unterlegenen Elf sagt mehr über die Sieger aus als jede Statistik.

Simon musste kaum eingreifen. Cubarsi und die Abwehr hielten Argentiniens Offensive auf Distanz und ließen den Titelverteidiger nie zur Entfaltung kommen. Die Null im wichtigsten Spiel des Turniers war Teamarbeit, und der junge Innenverteidiger stand mittendrin.

In Cubarsi hat Spanien einen Innenverteidiger gefunden, der das Spiel aus der Tiefe eröffnet, statt es nur zu zerstören. Genau dieser Typ Abwehrspieler passt zu einer Mannschaft, die über Ballbesitz und Kontrolle kommt. Dass ein 19-Jähriger diese Rolle auf der größten Bühne des Fußballs ausfüllt, ist der eigentliche Kern seiner Auszeichnung.

Was jetzt kommt

Für Cubarsi ist es eine Auszeichnung mit Gewicht. Mit 19 Jahren ist der Verteidiger bereits Weltmeister und bester Nachwuchsspieler einer WM. Für einen Innenverteidiger ist das eine seltene Ausgangslage: Er hat den größten Titel gewonnen, bevor seine Karriere richtig Fahrt aufnimmt. Gemeinsam mit Yamal bildet er den jungen Kern einer Mannschaft, die ihren Zenit noch lange nicht erreicht hat.

Die nächste Frage stellt sich von selbst. Wenn Spanien seine Titel schon jetzt über die Abwehr absichert und dort ein 19-Jähriger die Kommandos gibt, wie lange prägt diese Generation dann den Weltfußball? Eine erste Antwort gibt die kommende Saison, wenn Cubarsi bei Barcelona und im Nationaltrikot das nächste Kapitel schreibt. Der Anfang ist gemacht.

Quellen

  • ESPN
  • Sportschau
  • Cover photo: Voltmetro / CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

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