Spanien gegen Argentinien, in der Bilanz ist das ein Patt. Vor dem WM-Finale am Sonntag im MetLife Stadium standen sich beide Nationen laut Transfermarkt bereits 14-mal gegenüber: sechs Siege für Spanien, sechs für Argentinien, dazu zwei Unentschieden. Enger kann eine Länderspiel-Historie kaum verlaufen.
Ins Finale führten zwei Wege. Spanien setzte sich im Halbfinale mit 2:0 gegen Frankreich durch, Argentinien rang England mit 2:1 nieder. Am Sonntag treffen der Weltmeister von 2010 und der Titelträger von 2022 erstmals in einem WM-K.o.-Spiel aufeinander. Für Spanien geht es um den zweiten Stern, für Argentinien um die Titelverteidigung.
Spanien gegen Argentinien: die Bilanz und der direkte Vergleich
Der direkte Vergleich fällt bemerkenswert ausgeglichen aus. Bei 14 Duellen steht es 6:6 nach Siegen, hinzu kommen zwei Remis. Auch die Tordifferenz trennt die beiden kaum: 19:18 aus spanischer Sicht, ein Vorsprung von einem einzigen Treffer über die gesamte gemeinsame Geschichte, die laut Transfermarkt bis ins Jahr 1952 zurückreicht.
Genau diese Ausgeglichenheit macht das Endspiel aus statistischer Sicht so reizvoll. Es gibt keinen historischen Angstgegner, keine klare Hierarchie, an der sich eine Prognose festmachen ließe. Anders gesagt: Die nackten Zahlen verteilen für Sonntag keine Favoritenrolle.
Ein Wort zur Statistik: Je nach Quelle schwankt die Zahl der offiziellen Duelle zwischen 14 und 16, weil einzelne Datenbanken bestimmte Spiele unterschiedlich werten. Die hier genannten Zahlen folgen der Zählung von Transfermarkt.
Head-to-Head: die deutlichsten Ergebnisse
Die klarsten Resultate fielen beide in Testspielen. Den höchsten spanischen Sieg feierten die Iberer 2018 mit einem 6:1. Argentiniens deutlichster Erfolg datiert aus dem Jahr 2010: ein 4:1 gegen die Furia Roja.
Beide Kantersiege fielen also in Freundschaftsspielen, weit weg vom Druck eines Endspiels. Weil Spanien und Argentinien verschiedenen Kontinentalverbänden angehören, kam es fast nur in solchen Testspielen zum direkten Vergleich. Umso seltener und umso brisanter ist ein Aufeinandertreffen mit Titel-Einsatz.
Abseits dieser beiden Ausreißer verliefen die meisten Partien knapp. Das 6:6 spiegelt damit keine Momentaufnahme wider, sondern ein über Jahrzehnte gewachsenes Gleichgewicht zweier Schwergewichte des Weltfußballs.
Spanien gegen Argentinien bei der WM: nur das Duell von 1966
So umfangreich die gemeinsame Geschichte wirkt, bei einer Weltmeisterschaft kreuzten sich die Wege bisher nur ein einziges Mal. 1966 in England trafen beide in der Gruppenphase aufeinander. Argentinien gewann mit 2:1, Luis Artime schnürte einen Doppelpack, für Spanien traf Pirri. So halten es die Spielberichte zu jenem Turnier fest. Für Spanien endete das Turnier früh, die Selección schied nach der Gruppenphase aus.
Danach herrschte auf der WM-Bühne Funkstille. Das Endspiel am Sonntag wäre somit das allererste K.o.-Duell beider Nationen bei einer WM und zugleich das erste Wiedersehen im Turnier seit 60 Jahren.
Im Titel-Vergleich hat Argentinien die Nase vorn: drei WM-Titel stehen einem einzigen für Spanien aus dem Jahr 2010 gegenüber. Was das für Sonntag bedeutet? Wenig. Eine ausgeglichene Bilanz und alte Ergebnisse entscheiden kein Finale, sie liefern nur den Hintergrund. Angepfiffen wird am Sonntag, den 19. Juli, im MetLife Stadium in East Rutherford.
FAQ: Spanien gegen Argentinien
Wie oft trafen Spanien und Argentinien aufeinander?
Laut Transfermarkt bislang 14-mal. Andere Statistikdienste kommen je nach Wertung auf bis zu 16 Duelle.
Wer führt in der Bilanz?
Niemand. Es steht 6:6 nach Siegen, dazu zwei Unentschieden. Die Tordifferenz liegt mit 19:18 hauchdünn aufseiten Spaniens.
Wann spielten Spanien und Argentinien zuletzt bei einer WM?
1966 in der Gruppenphase, damals siegte Argentinien mit 2:1. Das Finale 2026 ist erst das zweite WM-Duell der beiden überhaupt.
Quellen
- Transfermarkt: direkter Vergleich Spanien gegen Argentinien
- Wikipedia: 1966 FIFA World Cup Group 2
- ESPN: Spanien gegen Argentinien 1966
- Planet World Cup: Argentina v Spain 1966
- Cover photo: Rattleh3add / CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
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