Spieler-Noten zum 2:1: Bellingham dreht England ins Halbfinale, Haaland bleibt blass

Jude Bellingham schnürte in Miami Gardens einen Doppelpack und schoss England nach Verlängerung ins WM-Halbfinale, während Erling Haaland und Norwegen trotz Schjelderups Führung ausschieden.

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England zog nach einem 2:1-Erfolg über Norwegen ins Halbfinale der WM 2026 ein. Entscheidend war ein Mann: Jude Bellingham traf doppelt und drehte eine Partie, die bis in die Verlängerung auf Messers Schneide stand. Im Hard Rock Stadium von Miami Gardens, wo Clement Turpin die Begegnung leitete, gab am Ende die Kaltschnäuzigkeit der Engländer den Ausschlag. Für Norwegen ist das Turnier beendet.

Dabei war es lange kein Spiel für die Favoriten. Die Statistik von ESPN zeichnet ein enges Bild: 52 zu 48 Prozent Ballbesitz für England, jeweils 14 Torschüsse, ein Expected-Goals-Wert von 0,96 zu 0,77. In der Passgenauigkeit lag England mit 91 zu 85 Prozent vorne, bei den gewonnenen Zweikämpfen mit 54 zu 47. Den Unterschied aber machten die Abschlüsse aufs Tor. Acht der Engländer fanden den Kasten, nur vier der Norweger.

Bellingham: Englands Turnier-Anker, Note 1

Der Matchwinner hieß Bellingham, und das gleich zweifach. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit, in der 45.+2 Minute, glich er zum 1:1 aus und nahm den Skandinaviern den Vorsprung wieder ab.

Den zweiten Streich setzte er früh in der Verlängerung. In der 93. Minute ließ Norwegens Torhüter einen Schuss von Morgan Rogers nach vorne abprallen. Bellingham stand richtig, reagierte am schnellsten und staubte zum 2:1 ab. Es war die Szene, die das Halbfinale entschied.

Bellingham ist Englands Turnier-Anker, wie CNN nach dem Abpfiff festhielt. Schon im Achtelfinale gegen Mexiko hatte er getroffen. Nun der Doppelpack im Viertelfinale, den auch Business Standard als Schlüssel zum Sieg hervorhob. Der Mittelfeldspieler trägt diese Mannschaft, und er tut es in den Momenten, in denen es zählt.

Norwegen: Schjelderups Führung und ein bärenstarker Schlussmann

Andreas Schjelderup ließ die Norweger von der Überraschung träumen. In der 36. Minute markierte der Offensivmann das 1:0 und brachte sein Team verdient in Führung. Bis in die Nachspielzeit der ersten Hälfte hielt der Vorsprung.

Über weite Strecken hielt Norwegen mit. Erst Bellinghams später Geniestreich brach den Widerstand. Ein Wort gebührt dem norwegischen Torhüter: Sechs Paraden verbuchte er laut ESPN, dreimal so viele wie sein Gegenüber. Ausgerechnet sein einziger Patzer beim abgeprallten Rogers-Schuss aber ebnete Bellingham den Weg zum Siegtreffer.

In der 117. Minute sah Kristoffer Ajer die Gelbe Karte, als Norwegen mit letzter Kraft den Ausgleich zum 1:2 abzuwenden versuchte. Vergeblich. England brachte die knappe Führung über die Zeit.

Haaland verstummt

Erling Haaland sollte Norwegen ins Halbfinale schießen, doch der Stürmer blieb ohne den befreienden Moment. Im Turnierverlauf hatte er zu den Torschützen gehört, im Viertelfinale aber fehlte ihm die Durchschlagskraft. So endet Norwegens bislang bester WM-Lauf ausgerechnet an der Schwelle zum Halbfinale, ohne dass sich der größte Star noch einmal entscheidend in die Partie zwängen konnte.

Am Ende trennten Sieger und Verlierer feine Nuancen. Zwei Großchancen erspielte sich England laut ESPN, Norwegen nur eine. Genau diese Effizienz vor dem Tor war der Unterschied. Die Norweger waren ebenbürtig, sie führten sogar, und doch reichte es nicht. Das ist die bittere Lehre dieses Viertelfinals.

Wie es weitergeht

England steht im Halbfinale und wartet nun auf den Gegner aus dem Duell zwischen Argentinien und der Schweiz. Für Bellingham und die Three Lions geht die Reise weiter, getragen von einem Spieler, der dieses Turnier zu seinem eigenen macht. Für Haaland und Norwegen ist sie zu Ende, so knapp wie schmerzhaft.

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