Mbappe macht seinen Elfmeter-Fehlschuss wett: Frankreich schlägt Marokko 2:0 und steht im WM-Halbfinale

Mbappe macht seinen Elfmeter-Fehlschuss wett: Frankreich schlägt Marokko 2:0 und steht im WM-Halbfinale

Frankreich hat sich im ersten Viertelfinale der WM 2026 mit 2:0 gegen Marokko durchgesetzt und steht zum dritten Mal in Folge im Halbfinale. Kylian Mbappe verschoss zunächst einen Elfmeter, traf dann aber selbst zum 1:0 und legte für Ousmane Dembeles zweiten Treffer auf.

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Frankreich steht zum dritten Mal in Serie im Halbfinale einer Weltmeisterschaft. Die Equipe Tricolore gewann am Donnerstag das erste Viertelfinale der WM 2026 mit 2:0 gegen Marokko, ausgetragen im Gillette Stadium von Foxborough bei Boston. Es war die Neuauflage des Halbfinals von 2022, das die Franzosen damals ebenfalls mit 2:0 für sich entschieden hatten. Im Mittelpunkt stand einmal mehr Kylian Mbappe, auch wenn dessen erste große Szene gründlich danebenging und die Entscheidung erst nach der Pause fiel.

Marokko beginnt mutig, Bounou pariert

In der Anfangsphase war Marokko das mutigere Team. Die Nordafrikaner suchten immer wieder den Weg nach vorne und stellten die französische Defensive vor Aufgaben, ohne ihre Ansätze allerdings in klare Torchancen umzumünzen. Ihre beste Phase erlebten die Marokkaner in dieser ersten halben Stunde. Die erste dicke Gelegenheit gehörte trotzdem den Franzosen, und zwar in Form eines Strafstoßes. Mbappe übernahm die Verantwortung, doch Torhüter Yassine Bounou tauchte in die richtige Ecke und parierte. Für den französischen Angreifer war die Partie zugleich sein 20. WM-Einsatz für Frankreich, ein Rekordwert, den er nun teilt. Bounou wiederum wehrte den vierten Elfmeter seiner WM-Laufbahn ab und egalisierte damit die höchste je registrierte Marke eines Torhüters bei Weltmeisterschaften. So ging es beim Stand von 0:0 in die Halbzeit, obwohl Frankreich das Chancenplus für sich verbuchte.

Mbappe macht seinen Fehlschuss wett

Nach dem Seitenwechsel kippte die Partie endgültig zugunsten Frankreichs. In der 60. Minute machte Mbappe seinen verschossenen Elfmeter vergessen: Vom Rand des Strafraums zirkelte er den Ball mit einem feinen Schuss ins lange Eck. Für den Franzosen war der Treffer eine späte Genugtuung, nachdem ihn Bounou vom Punkt noch gestoppt hatte. Nur sechs Minuten später bereitete er den nächsten Treffer vor: Mbappe legte für Ousmane Dembele auf, der in der 66. Minute zum 2:0 vollendete. Es war Mbappes achtes Turniertor, mit dem er sich an die Spitze im Rennen um den adidas Golden Boot setzt. Auf elf direkte Torbeteiligungen bringt es der Angreifer bei diesem Turnier, verteilt auf acht Tore und drei Vorlagen. Laut dem Analysedienst Opta gelang das einem einzelnen Spieler bei einer WM zuletzt Gerd Müller im Jahr 1970.

Auch die übrigen Zahlen unterstrichen die Überlegenheit der Franzosen. Nach den Daten von Opta lag Frankreich beim Wert der erwarteten Tore (xG) mit 3,04 zu 0,14 klar vorne und gab rund 21 Torschüsse ab, während Marokko auf lediglich vier kam. Übereinstimmenden Spielberichten zufolge kontrollierte Frankreich die Partie über weite Strecken, fand vor der Pause aber kein Durchkommen. Erst nach dem Wechsel schlug sich diese Dominanz auch im Ergebnis nieder.

Deschamps auf Rekordkurs, Halbfinale in Dallas

Mit dem Sieg zog Frankreich in sein achtes WM-Halbfinale ein und egalisierte damit den Rekord Brasiliens. Es ist bereits das dritte WM-Halbfinale der Franzosen nacheinander. Alle sechs Spiele bei diesem Turnier hat die Mannschaft gewonnen, kein einziges Mal war dabei eine Verlängerung nötig. Für den scheidenden Trainer Didier Deschamps war es der 20. WM-Sieg seiner Karriere, und die Franzosen bleiben auf Kurs, ihm einen gelungenen Abschied zu bescheren. Für Marokko dagegen wiederholte sich das bittere Aus gegen Frankreich, das die Nordafrikaner schon 2022 im Halbfinale gestoppt hatte.

Das Halbfinale findet am Dienstag, dem 14. Juli 2026, in Dallas statt. Dort geht es für die Franzosen um den Einzug ins Endspiel. Der Gegner wird aus dem Duell zwischen Spanien und Belgien hervorgehen, das für den 10. Juli in Inglewood, Kalifornien, angesetzt war. Das Viertelfinale in Foxborough leitete der argentinische Schiedsrichter Facundo Tello.

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