Messis WM-Abschied: Rekordjäger Argentinien fordert im Viertelfinale die Schweiz

Messis WM-Abschied: Rekordjäger Argentinien fordert im Viertelfinale die Schweiz

Der Titelverteidiger dreht im Achtelfinale gegen Ägypten einen Zwei-Tore-Rückstand und zieht ins Viertelfinale ein. Dabei bricht Lionel Messi bei seiner voraussichtlich letzten WM gleich mehrere historische Bestmarken.

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Später Kraftakt gegen Ägypten

Der amtierende Weltmeister musste im Achtelfinale lange um sein Weiterkommen bangen. Gegen Ägypten lag Argentinien mit zwei Toren zurück, ehe die Albiceleste in den letzten rund 15 Minuten das Spiel komplett drehte und am 7. Juli 2026 mit 3:2 gewann. Das berichten ESPN und der südamerikanische Verband CONMEBOL. Im Mittelpunkt der Aufholjagd stand einmal mehr Lionel Messi, der beim Comeback selbst traf und einen weiteren Treffer vorbereitete.

Für den amtierenden Weltmeister hätte die Partie beinahe ein frühes Aus bedeutet, doch die Wende in der Schlussphase hielt den Titeltraum am Leben. Für den Kapitän selbst war es zudem weit mehr als ein Pflichtsieg. Sein Tor gegen Ägypten war laut Copa America bereits sein 125. Treffer im Trikot der argentinischen A-Nationalmannschaft. Vor allem aber fügte es sich in eine Serie von Bestmarken ein, die diese Weltmeisterschaft für ihn zu einer historischen macht.

Messi schreibt WM-Geschichte

Mit dem Treffer gegen Ägypten stellte Messi seine WM-Karrierebilanz auf 21 Tore, die höchste Zahl, die je ein Spieler bei Weltmeisterschaften der Männer erreicht hat. Den bisherigen Rekord von Miroslav Klose, der bei 16 Treffern lag, hatte er bereits zuvor übertroffen, wie ESPN berichtet. Damit steht ein Argentinier nun allein an der Spitze einer Statistik, die zuvor jahrelang einem deutschen Angreifer gehörte.

Auch bei den Torvorlagen thront Messi nun an der Spitze. Er löste nach übereinstimmenden Berichten Diego Maradona als WM-Rekordhalter ab. ESPN beziffert seine Vorlagenbilanz auf neun, die meisten, seit Assists 1966 erfasst werden; CONMEBOL nennt zehn Vorlagen. Sieben davon gelangen ihm in K.-o.-Spielen. Darüber hinaus ist Messi laut ESPN der erste Spieler überhaupt, der in sechs WM-K.-o.-Partien nacheinander traf, vier davon 2022 und zwei bei diesem Turnier. Insgesamt hat er nun in neun WM-Spielen in Folge getroffen.

Rekorde mit 39 Jahren

Besonders bemerkenswert ist das Alter, in dem Messi diese Marken setzt. Mit 39 Jahren wurde er gegen Ägypten laut Copa America und ESPN zum ältesten Spieler, der in ein und demselben WM-Spiel sowohl ein Tor erzielte als auch eines vorbereitete. Schon zum Auftakt hatte er ein Ausrufezeichen gesetzt: Sein Dreierpack gegen Algerien am 16. Juni, im Alter von 38 Jahren und 357 Tagen, machte ihn zum ältesten Torschützen eines WM-Hattricks.

Auch in der Torjägerliste mischt Messi mit acht Turniertreffern weit vorne mit. Frankreichs Kylian Mbappé zog allerdings im Viertelfinale am 9. Juli gleich und schob sich anschließend an ihm vorbei. Messi zählt damit weiterhin zu den führenden Torschützen des Turniers, hat die alleinige Spitze aber abgeben müssen. Auch der Norweger Erling Haaland liegt in dieser Wertung nur knapp dahinter, sodass das Rennen um den Goldenen Schuh vor den Viertelfinals eng beieinander lag.

Nächste Aufgabe: die Schweiz

Der Weg des Titelverteidigers ins Viertelfinale verlief keineswegs souverän. Als Sieger der Gruppe J gestartet, überstand Argentinien beide bisherigen K.-o.-Runden jeweils erst mit 3:2: zunächst gegen Kap Verde in der Runde der letzten 32, danach gegen Ägypten. Das geht aus der Berichterstattung von ESPN hervor.

Am 11. Juli 2026 wartet in Kansas City nun die Schweiz, die laut Copa America als Überraschungsteam bis unter die letzten acht vorgedrungen ist. Für Argentinien ist es die nächste Bewährungsprobe auf dem Weg zur Titelverteidigung, und für Messi eine weitere Bühne, um seine ohnehin einmalige Bilanz zu erweitern.

Über allem liegt die Erzählung vom Abschied. Das Turnier gilt weithin als Messis letzte Weltmeisterschaft, weshalb sein Lauf zunehmend als möglicher krönender Schlusspunkt einer außergewöhnlichen Ära gelesen wird.

Quellen

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