Zwei Namen stehen fest, zwei Plätze sind noch frei. Frankreich und Spanien haben ihr Halbfinale bei der WM 2026 sicher und treffen am 14. Juli im Dallas Stadium von Arlington aufeinander. Die andere Hälfte des Tableaus dagegen ist an diesem Samstag noch offen. Erst zwei Viertelfinals müssen klären, wer als dritter und vierter Halbfinalist übrig bleibt.
Ein Halbfinale steht, das zweite entscheidet sich heute
Auf der einen Seite herrscht Klarheit. Frankreich gegen Spanien, Dienstag, 14. Juli, im Dallas Stadium (regulär AT&T Stadium) von Arlington, Texas. Ein Duell zweier Titelanwärter, das jede WM auch als Endspiel vertragen würde. Für einen der beiden Schwergewichte endet die große Reise damit schon in Texas: Der Sieger zieht ins Finale, der Verlierer fällt ins Spiel um Platz drei zurück.
Auf der anderen Seite läuft die Vorschlussrunde erst an. Heute, am 11. Juli, kämpfen Norwegen und England im Hard Rock Stadium von Miami Gardens (17 Uhr Ortszeit, 23 Uhr MESZ) sowie Argentinien und die Schweiz im Arrowhead Stadium von Kansas City um die letzten beiden Halbfinaltickets, wie Al Jazeera auflistet.
Vier Nationen, zwei Duelle, zwei Startplätze. England gegen Norwegen auf der einen, Argentinien gegen die Eidgenossen auf der anderen Seite. Wer gewinnt, steht im Halbfinale von Atlanta, wer verliert, ist raus. Sicher ist an diesem Samstagabend nur die Rechnung: Zwei dieser vier Teams gehören zur Runde der letzten Vier, zwei fliegen heim.
Der Weg zum MetLife Stadium
Der Fahrplan bis zum Finale steht dagegen längst komplett, so listet es FIFA World Cup News. Das erste Halbfinale steigt am Dienstag, 14. Juli, in Dallas: Frankreich gegen Spanien. Das zweite folgt einen Tag später, am Mittwoch, 15. Juli, im Mercedes-Benz Stadium von Atlanta. Dort treffen die beiden Sieger der heutigen Viertelfinals aufeinander, Anpfiff ist um 15 Uhr Ortszeit (21 Uhr MESZ).
Danach bleiben zwei Spiele. Die Verlierer der beiden Halbfinals bestreiten am Samstag, 18. Juli, erneut im Hard Rock Stadium von Miami Gardens das Duell um Platz drei. Das Endspiel steigt am Sonntag, 19. Juli, im MetLife Stadium von East Rutherford, New Jersey, unweit von New York, wie der Stadionbetreiber offiziell bestätigt. Vier Stationen, vier Bundesstaaten, ein Pokal.
Eine Vorschlussrunde mit Seltenheitswert
Für Spanien ist dieses Halbfinale eine kleine Zeitreise. Erst zum zweiten Mal überhaupt steht La Roja in der Vorschlussrunde einer WM, und zum ersten Mal seit dem Titelgewinn 2010, wie The Analyst (Opta) festhält. Als amtierender Europameister von 2024 jagen die Spanier zudem ein besonderes Double: Kontinentalkrone und Weltmeistertitel im Verbund, genau jene Kombination, die ihre goldene Generation zwischen der EM 2008, der WM 2010 und der EM 2012 vollendete, wie UEFA in ihrem Teamprofil erinnert.
Frankreich dagegen steht für Beständigkeit. Zum dritten Mal nacheinander, nach 2018 und 2022, erreicht die Équipe die Vorschlussrunde. Unter Deschamps ist das Halbfinale für die Bleus fast zum Normalzustand geworden. Insgesamt ist es der achte WM-Halbfinaleinzug der Franzosen, laut ESPN der zweithöchste Wert aller Nationen. Nur Deutschland liegt mit zwölf Halbfinals noch davor.
Deschamps und der ganz große Rekord
Im Mittelpunkt steht einmal mehr Didier Deschamps. Schon in diesem Turnier stellte der Franzose mit 17 Erfolgen den Rekord für die meisten Siege eines Trainers in der WM-Geschichte auf und verdrängte Helmut Schön (16) von der Spitze, wie Yahoo Sports vorrechnet. Prägender hat in diesem Sommer kein Coach gearbeitet.
Doch da geht noch mehr. Nach dem Weltmeistertitel 1998 als Spieler und 2018 als Trainer könnte Deschamps mit einem dritten Triumph zum ersten Menschen werden, der gleich drei Weltmeisterschaften gewinnt. Ein Novum, das erst am 19. Juli in New Jersey feststünde. Bis dahin ist es allerdings noch ein weiter Weg.
Wo die Gelbe Karte zur Falle wird
Bei allen vier Teams, die heute noch im Rennen sind, lauert eine Gefahr, die nichts mit dem Gegner zu tun hat: die Gelbsperre. Laut SI.com steht in jeder dieser vier Mannschaften mindestens ein Profi mit einer Verwarnung vor einer Sperre fürs Halbfinale.
Bei England betrifft es gleich vier Spieler: Declan Rice, Nico O'Reilly, Marc Guéhi und Jude Bellingham. Norwegen zittert um Antonio Nusa, Argentinien um Gonzalo Montiel. Und die Schweiz muss bei Granit Xhaka, Denis Zakaria und Miro Muheim aufpassen. Eine Gelbe Karte zu viel, und der Halbfinaltraum beginnt auf der Tribüne.
Am Abend ist das Tableau also komplett. Frankreich gegen Spanien steht, der Rest schreibt sich heute in Miami Gardens und Kansas City. Die eine Paarung ist geschrieben, die andere entsteht in diesen Stunden. Wer den Weg zum MetLife Stadium bis zum Ende geht, ist an diesem Samstag noch längst nicht entschieden.
Quellen
- Al Jazeera (World Cup 2026 quarterfinals schedule)
- FIFA World Cup News (quarterfinals/semifinals schedule)
- MetLife Stadium (official World Cup final event page)
- SI.com (17 players at risk of semifinal suspension)
- The Analyst / Opta (Spain vs Belgium stats)
- Yahoo Sports (Deschamps' quest for one last World Cup title)
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